Am Mittwoch, dem 21. April 2010 startete von 10 Uhr bis 16 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe (Mittelweg 30) die zweite Kinderkonferenz für Kinder und Jugendliche aus der Region Nord-West.
An diesem Tag ging es darum, eure Projekte für eine kommende Kinderjury vorzubereiten und eure Ideen allen Anwesenden vorzustellen. Dabei hat sich wieder einmal gezeigt, dass Kinder die besten Experten für ihre Belange sind. Denn von der Verschönerung vom Computerräumen bis hin zu Erkundungen auf dem Tempelhofer Feld waren alle Ideen wirklich Klasse und wurden von der Kinderjury jeweils einstimmig angenommen.
Nun geht es um die Umsetzung dieser Ideen, wofür jeder Projektidee ca. 500€ zur Verfügung stehen.
Die Ergebnisse werden auf dieser Seite bald veröffentlicht.
Bilder der Kinderkonferenz gibt aber schon mal hier.
Eine Videodokumentation findet ihr hier.
Eine Videodokumentation zur 1. Kinderkonferenz findet ihr hier.
Theoretisches:
Kinderkonferenzen sind inzwischen ein weit verbreitetes Instrument zur Beteiligung von Kindern. Neben anderen Methoden zur Beteiligung für Kinder und Jugendlichen, wie bspw. einem Kinderparlament, projektorientierten Arbeitsweisen (Kiez-Stadtpläne, Fragebogenaktionen, Spielplatzgestaltungen), Arbeitsgemeinschaften und Foren (Runde Tische) und kommunikationsfördernden Methoden (Rathaus-Rallyes) sind Kinderkonferenzen ein weitere Methode zur Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen.
Ziele sind unter Anderem:
- den Kindern und Jugendlichen ein ernsthaftes und kinder-/jugendgerechtes Angebot zur Einflussnahme auf Angelegenheiten des Gemeinwesens zu machen,
- Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern und Jugendlichen durch Ernstnehmen ihrer Bedürfnisse,
- Kinder und Jugendliche lernen aus den Problemlösungen anderer Kinder/Jugendlicher und werden bestärkt und aktiviert für ihr eigenes Handeln,
- Vermittlung von Erfolgserlebnissen durch Präsentation,
- die Verantwortlichen des Bezirkes Neukölln dahingehend zu beeinflussen, die Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen stärker und nachhaltiger bei Planungen und Handlungen zu berücksichtigen.
Kinder sollen befähigt werden, sich aktiv einbringen zu können. Aber sie nutzen nicht die gleichen Formen und Mittel, wie sie die Erwachsenen vorgeben. Kinder sind spontan, kreativ und nicht so organisiert wie Erwachsenen – aber dennoch Experten für ihre Belange.
Wir wollen,
- dass Kinder nicht nur „ein wenig Demokratie spielen“ können, sondern wirklich beteiligt werden,
- dass Kinder in den sie direkt betreffenden Fragestellungen mitentscheiden können,
- die Interessen von Kindern und Jugendlichen in die verschiedensten politischen Bereiche einbringen.
Mit der Einrichtung einer Kinderkonferenz soll ein ernsthaftes und kindgerechtes Angebot zur Einflussnahme in der Gesellschaft bzw. dem Gemeinwesen verwirklicht werden. Kinderkonferenzen fördern den Kontakt und den Dialog zwischen Verantwortlichen, Entscheidungsträgern und Betroffenen und schaffen Transparenz. Die Kinder erfahren, dass durch die bürgernahe und bürgergerechte Politik der für Kinder entscheidenden Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, sie und ihre Anliegen ernst genommen werden. Sie werden in ihrem Handeln bestärkt und motiviert.
Gefördert durch:
